-
UA 1892
18
Dezember
vor 134 Jahren
in St. Petersburg, Mariinsky-Theater
Kaum zu glauben, aber Der Nussknacker, eines der heute populärsten Ballette, ist bei seiner Uraufführung vor 130 Jahren am 18. Dezember 1892 am Marinsky-Theater in St. Petersburg durchgefallen. Beinahe wäre das Ballett gar nicht zur Aufführung gekommen: der Theaterintendant und der Tanzmeister Marius Petipa konnten sich über die Gestaltung und die Anzahl der Tänze in den beiden Akten nicht einigen. Die Premiere war schon mehrfach verschoben worden und wäre erneut abgesagt worden, wären nicht schon das Bühnenbild und die Kostüme fertig gewesen. So ging das Ballett mehr schlecht als recht über die Bühne und es musste etwa 60 Jahre lang warten, ehe es zum Welterfolg avancierte. Zwar war es beständig im Repertoire der Marinsky-Theater, der nachhaltige Erfolg stellte sich aber erst ein, nachdem in den 50er Jahre George Balanchinen das Stück im Westen inszeniert hatte. Eigentlich wollte Tschaikowsky dieses Ballett gar nicht komponieren. Nachdem zuvor sein erstes Ballett Schwanensee bei der Premiere 1877 durchgefallen war und sein zweites Ballett Dornröschen nur mit mäßigem Erfolg gespielt wurde, sah sich Tschaikowsky eher als Opernkomponist und als Sinfoniker. Trauriger Anlass für die Komposition war schließlich der Tod von Tschaikowskys Schwester Alexandra. Mit diesem anrührenden Weihnachtsmärchen setzte er ihr sein ganz persönliches Andenken. Besonders aufhorchen ließ der Auftritt der Zuckerfee: der erstmalige Einsatz der Celesta im Orchester verleiht der Figur ein unverwechselbares, bis dahin ungekanntes Klanggepräge. Bedeutende Inszenierungen nach Balanchine stammen u.a. von Juri Grigorowitsch (1966), Rudolf Nurejew (1968), John Neumeier (1971) oder Heinz Spoerli (1980).
Anzeige
Alle Porträts im Juli
- 01.07.2024 → Wilhelm Friedemann Bach 240. Todestag
- 01.07.2025 → Erik Satie 100. Todestag
- 02.07.2024 → Christoph Willibald Gluck 310. Geburtstag
- 03.07.2023 → Peter Ruzicka 75. Geburtstag
- 03.07.2024 → Leoš Janáček 170. Geburtstag
- 03.07.2025 → Jacobus Gallus 475. Geburtstag
- 04.07.2017 → Ruth Zechlin 10. Todestag
- 04.07.2022 → Astor Piazzolla 30. Todestag
- 04.07.2023 → Flor Peeters 120. Geburtstag
- 05.07.2021 → Johann Steuerlein 475. Geburtstag
- 07.07.2022 → Joe Zawinul 90. Geburtstag
- 08.07.2025 → Günter Bialas 30. Todestag
- 10.07.2025 → Carl Orff 130. Geburtstag
- 10.07.2025 → Henryk Wieniawski 190. Geburtstag
- 11.07.2017 → George Gershwin 80. Todestag
- 12.07.2025 → George Butterworth 140. Geburtstag
- 15.07.2017 → Carl Czerny 160. Todestag
- 15.07.2025 → Friedrich Wilhelm Heinrich Benda 280. Geburtstag
- 16.07.2017 → Philipp Scharwenka 100. Todestag
- 16.07.2018 → Eugène Ysaÿe 160. Geburtstag
- 17.07.2017 → Gabriel Pierné 80. Todestag
- 18.07.2021 → Jacobus Gallus 430. Todestag
- 18.07.2025 → Johann Krieger 290. Todestag
- 19.07.2017 → Günter Bialas 110. Geburtstag
- 23.07.2017 → Domenico Scarlatti 260. Todestag
- 23.07.2021 → Franz Berwald 225. Geburtstag
- 23.07.2023 → Georges Auric 40. Todestag
- 24.07.2020 → Ernest Bloch 140. Geburtstag
- 24.07.2023 → Kurt Pahlen 20. Todestag
- 25.07.2025 → Albert Mangelsdorff 20. Todestag
- 26.07.2016 → Francesco Cilèa 150. Geburtstag
- 27.07.2017 → Enrique Granados 150. Geburtstag
- 27.07.2021 → Einojuhani Rautavaara 5. Todestag
- 27.07.2023 → Albert Franz Doppler 140. Todestag
- 27.07.2024 → Ferruccio Busoni 100. Todestag
- 27.07.2025 → Miklós Rózsa 30. Todestag
- 28.07.2021 → Antonio Vivaldi 280. Todestag
- 28.07.2023 → Rued Langgaard 130. Geburtstag
- 29.07.2016 → Robert Schumann 160. Todestag
- 29.07.2017 → Sigmund Romberg 130. Geburtstag
- 30.07.2018 → Jon Leifs 50. Todestag
- 31.07.2016 → Franz Liszt 130. Todestag
Uraufführungen im Juli
- 07.07.2025 → UA vor 80 Jahren: B. Britten, Peter Grimes op. 33
- 09.07.2018 → UA vor 40 Jahren: A. Reimann, Lear
Anzeige
