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Komponisten: Aktuelle Infos

Leopold Kozeluch 275. Geburtstag

böhm. Komponist

* 1747

26

Juni

vor 275 Jahren

in Velvary


Am 7. Mai 1818 ist der böhmische Komponist Leopold Antonin Kozeluch gestorben. Er wurde am 26. Juni 1747 in Velvary geboren und ursprünglich auf den Namen Ioannes Antonius getauft. Um Verwechslungen mit seinem Cousin gleichen Namens, der ebenfalls Komponist war, zu vermeiden, benannte er sich 1773 auf Leopold um. Kozeluch besuchte das Gymnasium in Prag und studierte anschließend Jura. 1771 begann er, Ballettmusiken für das Nationaltheater in Prag zu schreiben und war damit erfolgreich genug, um das Studium abbrechen und sich ganz der Musik widmen zu können. In den folgenden sieben Jahren verfasste er etwa 25 Kompositionen für das Prager Nationaltheater. 1778 zog er in die Kulturmetropole Wien um und avancierte dort binnen kurzer Zeit zum gefeierten Pianisten. Er erhielt in der Nachfolge von Georg Christoph Wagenseil eine Anstellung am Kaiserlichen Hof als Musiklehrer der Erzherzogin Elisabeth. 1781 wurde ihm als Nachfolger von Mozart das Amt des Hoforganisten angetragen. Dieses lehnte er jedoch ab, da er sich eine ähnlich schlechte Behandlung, wie sie Mozart widerfahrenwar, ersparen wollte. Dafür wurde er 1792 nach Mozarts Tod Kammerkapellmeister und Hofkomponist auf Lebenszeit. Kozeluch genoss nicht nur als Pianist und Klavierlehrer sondern auch als Komponist hohes Ansehen – nicht nur in Wien, sondern in ganz Europa. Um die Jahrhundertwende verflachte allerdings die musikalische Qualität seiner Kompositionen, da er durch seine Aufgaben am Hof und durch Unterrichten sehr in Anspruch genommen war. Zudem verlegte er sich stark auf Bearbeitungen von schottischen, irischen und walisischen Liedern für den Verleger George Thomson, die damals sehr lukrativ waren. Der Ruf eines „Vielschreibers“, mit dem ihn auch Mozart und Beethoven kritisierten, trugen schließlich dazu bei, dass seine Werke nach seinem Tod überwiegend in Vergessenheit gerieten. Koželuh hinterließ etwa 400 Kompositionen, davon etwa 30 Sinfonien, 22 Klavierkonzerte, zwei Klarinettenkonzerte, ein Trompetenkonzert, 24 Sonaten für Klavier und Violine, 63 Klaviertrios, zwei Oratorien, neun Kantaten und einige kirchenmusikalische Werke. Seine je sechs Opern und Ballette sind mit Ausnahme von Gustav Wasa allesamt verschollen. Kozeluch starb am 7. Mai 1718 in Wien.

Die besten Besprechungen mit Leopold Kozeluch

13.07.2020
»zur Besprechung«

Leopold Anton Kozeluch, Piano Trios Vol. 3
Leopold Anton Kozeluch, Piano Trios Vol. 3

23.12.2003
»zur Besprechung«

 / cpo
/ cpo

01.05.1999
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Leopold Kozeluch, Bläserdivertimenti / Orfeo
Leopold Kozeluch, Bläserdivertimenti / Orfeo

25.05.2018
»zur Besprechung«

Leopold Anton Kozeluch, Three Scottish Piano Trios / cpo
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»Leopold Kozeluch: Biographie und Einspielungen«

Volker David Kirchner 80. Geburtstag

deutscher Komponist

* 1942

25

Juni

vor 80 Jahren

in Mainz


Am 25. Juni feiert der deutsche Komponist Volker David Kirchner seinen 80. Geburtstag. Er wurde am 25. Juni 1942 in Mainz geboren und studierte von 1956 bis 1959 am Mainzer Peter-Cornelius-Konservatorium Violine und Komposition. Anschließend studierte er bis 1963 an der Hochschule für Musik in Köln bei Bernd Alois Zimmermann und an der Hochschule für Musik Detmold bei Tibor Varga. Seine musikalische Karriere begann er 1962 als Solo-Bratschist beim Rheinischen Kammerorchester Köln, von 1966 bis1986 war er Mitglied des Radio-Sinfonie-Orchesters Frankfurt. Neben seinem Engagement als Orchestermusiker betätigte er sich auch als Kammermusiker: 1970 war er Mitbegründer des Ensemble 70 in Wiesbaden, mit dem Kehr-Trio begab er sich auf Konzertreisen nach Südamerika, Nordafrika und in den Vorderen Orient. Ab 1972 arbeitete er auch als Komponist von Bühnenmusiken für das Hessische Staatstheater in Wiesbaden. Seit 1986 ist Volker David Kirchner freischaffender Komponist, der heute weltweit gespielt wird. Sein Werk umfasst alle Gattungen, es beinhaltet ein umfangreiches Œuvre an Kammermusik unterschiedlicher Besetzungen, über 20 große Orchesterwerke, 10 Solokonzerte, zahlreiche Werke weltlicher und geistlicher Vokalmusik sowie 13 Bühnenwerke. Volker David Kirchner wurde mit zahlreichen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet: 1974 erhielt er den Preis des Landes Rheinland-Pfalz für Junge Komponisten (für seine erste Oper Die Trauung), 1977 den Kunstpreis, 1992 die Gutenberg-Plakette der Stadt Mainz, 1994 den Musikpreis des Rheingau Musik Festivals, 1995 den Kompositionspreis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Kreissparkasse Hannover und schließlich 2007 die Peter-Cornelius-Plakette des Landes Rheinland-Pfalz, die höchste Auszeichnung des Landes. Herzlichen Glückwunsch an Volker David Kirchner!

»Volker David Kirchner: Biographie und Einspielungen«

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Ernst Theodor Amadeus Hoffmann 200. Todestag

dt. Schriftsteller und Komponist

† 1822

25

Juni

vor 200 Jahren

in Berlin


Ernst Theodor Amadeus Hoffmann war Jurist, Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner und Karikaturist und einer der größten deutschen Erzähler, der großen Einfluss auf Heine, Hebbel, Balzac, Poe, Wilde, Gogol und andere Dichter ausgeübt hat. Zugleich hat er mit seinen phantastischen Erzählungen zahlreiche Komponisten angeregt (Schumann, Offenbach, Busoni, Hindemith u.a.). Er hatte viele Talente und eine Lebensgeschichte, die sich liest wie ein Abenteuerroman, Höhen und Tiefen lagen bei ihm sehr eng beieinander - ein ständiges Auf und Ab zwischen Erfolgen und Misserfolgen. Geboren wurde er am 21. Januar 1776 in Königsberg in Ostpreußen. Er studierte Rechte und widmete sich gleichzeitig der Musik und Malerei. Er war Regierungsrat in Warschau, Musikdirektor in Bamberg, Dirigent in Dresden und Leipzig, Richter am Kammergericht Berlin. Zu seinen bekanntesten schriftstellerischen Werken gehören Die Elixiere des Teufels, Klein Zaches, genannt Zinnober, Die Serapionsbrüder und Lebensansichten des Katers Murr. Als Komponist gehört er zu den frühesten Romantikern. Sein Hauptwerk ist die Zauberoper Undine, zu der de la Motte Fouqué das Libretto schrieb. Sie wurde 1816 in Berlin uraufgeführt. Daneben schrieb er Liebe und Eifersucht (1807/1808), Der Trank der Unsterblichkeit (1808), Aurora (1811/1812), außerdem eine Sinfonie, Klaviersonaten, Kammermusik, Messen, Kanzonetten und Chöre. In seinem letzten Lebensjahr, 1822, schrieb E.T.A. Hoffmann die Erzählung Meister Floh. Darin hatte er einige Umstände der Aufklärung des Mordes am Dichter August von Kotzebue im Jahr 1819 parodiert, so dass sich die Justizstellen des preußischen Staates, sogar König Friedrich Wilhelm III. persönlich, mit dem Werk befassten und seine Zensur veranlassten. Gegen Hoffmann wurde ein Disziplinarverfahren eröffnet, das erst nach seinem Tod Ende Juni 1822 eingestellt wurde. Zum ersten Mal vollständig gedruckt wurde das Werk im Jahr 1908. Obwohl er schwer von Krankheit gezeichnet war, waren Hoffmanns letzten Lebensjahre in Berlin seine künstlerisch fruchtbarsten. Er starb am 25. Juni 1822 im Alter von nur 46 Jahren.

»Ernst Theodor Amadeus Hoffmann: Biographie und Einspielungen«

Carl Zeller 180. Geburtstag

österr. Komponist

* 1842

19

Juni

vor 180 Jahren

in St. Peter in der Au


Carl Zeller ist neben Franz von Suppé, Johann Strauss und Karl Millöcker der vierte Operettenklassiker der sogenannten „Goldenen Ära“ der Wiener Kaiser-Franz-Joseph-Zeit. Den unsterblichen Ruhm eines Meisters der leichten Muse hat ihm vor allem sein Vogelhändler (1891) eingebracht. Seine Arien und Lieder (Wie mein Ahndl zwanzig Jahr, Schenkt man sich Rosen in Triol, Ich bin die Christel von der Post u.a.) sind bis heute bekannt und beliebt. Dabei war Zeller hauptberuflich gar nicht Komponist, sondern Jurist und Staatsbeamter, der aus Liebhaberei Männerchöre, Opern und Operetten komponierte. Geboren wurde Zeller am 19. Juli 1842 zu St. Peter in der Au in Österreich. Sein Vater starb kurz nach Carls Geburt. Schon früh zeigte sich Zellers musikalische Begabung. Bereits mit sieben Jahren spielte er auf der Orgel der Pfarrkirche von St. Peter in der Au und erlernte verschiedene Orchesterinstrumente. Wegen seiner schönen Stimme wird er Sängerknabe in der Wiener Hofkapelle und erhält seine musikalische Ausbildung bei dem Musikpädagogen Simon Sechter. Mit dreizehn Jahren schreibt er seine ersten Kompositionen. Nach dem Stimmbruch geht Zeller an das Gymnasium des Stifts Melk, wo er im August 1861 die Matura mit Auszeichnung ablegt. Anschließend studiert er in Wien Rechtswissenschaften und promoviert am 3. April 1869 in Graz zum Doktor der Rechte. In seiner Karriere als Jurist schafft er den Aufstieg bis zum Hofrat im Wiener Unterrichtsministerium. Seine eigentliche musikalische Karriere begann 1876 mit der komischen Oper Jaconde, mit der er einen Erstlingserfolg feiern konnte. Seine weiteren Opern und Operetten waren wenig erfolgreich. Mit den Operetten Der Vogelhändler (1891) und Der Obersteiger (1894) aber schuf er zwei Werke, deren Erfolge bis heute andauern und mit denen er sich als Meister seines Fachs ein Denkmal setzte. Carl Zeller war in allen Kreisen der Wiener Gesellschaft als schöner und intelligenter Mann mit guten Manieren sehr beliebt. In seinen letzten Lebensjahren war er allerdings von Lähmungserscheinungen und Muskelschwund schwer gezeichnet, ab 1896 war er an den Rollstuhl gefesselt. Zudem machte ihm ein Erbschaftsstreit zu schaffen, in dessen Verlauf ihm zwei Meineide zur Last gelegt werden. Die Revision des Schuldspruchs erlebt er allerdings nicht mehr. Nur sieben Jahre nach seinem berühmten Vogelhändler stirbt Carl Zeller am 17. August 1898 in Baden bei Wien an einer Lungenentzündung.

»Carl Zeller: Biographie und Einspielungen«

Alle Porträts im Juni

Uraufführungen im Juni

»Alle Porträts«

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