Die irische Opernsängerin und Mezzosopranistin Ann Murray gehörte vor allem in den 1980er und 1990er Jahren zu einer der gefragtesten Lied- und Opernsängerinnen. Sie wurde am 27. August 1949 in Dublin geboren. Ihr Gesangsstudium begann sie am Royal College of Music in Manchester und vertiefte es am Opera Center in London. Sie erhielt ein Stipendium der Gulbenkian Stiftung und wurde erstmals durch eine Fernsehsendung mit Raymond Leppard in England bekannt. 1974 gab sie mit der Titelrolle von Glucks Alceste an der Scottish Opera ihr Operndebüt, wo sie in weiteren Partien u.a. die Zerlina (Don Giovanni, Mozart) und den Orlowski (Die Fledermaus, Strauss) sang. Anschließend sang sie an der English National Opera und wechselte 1976 an den Covent Garden, wo sie ihr Debüt als Cherubino (Le nozze di Figaro, Mozart) gab. Auch andere Opernhäuser wurden auf sie aufmerksam, so dass sie zwischen 1981 und 2006 in zahlreichen Aufführungen an den bedeutenden Opernhäusern wie der Bayerischen Staatsoper, der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala, an der Welsh National Opera, der Nederlands Opera und den Opernhäusern in Hamburg, Dresden Brüssel, Paris, Berlin, Köln und Zürich in Titelpartien und anderen bedeutenden Rollen zu hören war. Auch zu den Salzburger Festspielen, zum Aldeburgh und Edinburgh Festival und in die USA an die Met und an die Chicago Lyric Opera wurde sie eingeladen. Sie war ebenso eine gefragte Lied- und Konzertsängerin und arbeitete mit den bedeutendsten Dirigenten und Liedbegleitern ihrer Zeit zusammen, u.a. mit Sylvain Cambreling, Riccardo Chailly, Colin Davis, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Rafael Kubelík, James Levine, Lorin Maazel, Riccardo Muti, Sir Simon Rattle, Sir Georg Solti und Wolfgang Sawallisch. Ihr Wirken ist auf zahlreichen Schallplattenaufnahmen gut dokumentiert, unter anderem mit einer legendären Hyperion Schubert Edition. Im September 2010 erhielt sie eine Professur für Gesang an der Royal Academy of Music. Ann Murray war mit dem Tenor Philip Langridge verheiratet, der 2010 verstarb. Mehrere Auszeichnungen würdigten ihr herausragendes künstlerisches Wirken. So erhielt sie 1997 das Ehrendoktorat der National University of Ireland, 1998 wurde sie zur Kammersängerin der Bayerischen Staatsoper München ernannt, 1999 wurde sie Honorary Fellow der Royal Academy of Music, 2002 Dame Commander of the Order of the British Empire und 2004 erhielt Ann Murray den Bayerischen Verdienstorden. Herzlichen Glückwunsch!
»Ann Murray: Biographie und Einspielungen«
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