Alexander von Zemlinsky war ein österreichischer Komponist und Dirigent. Er wurde am 14. Oktober 1871 in Wien geboren. Sein Vater Adolf war Schriftsteller und Journalist. Im Alter von vier Jahren erhielt Alexander erstmals Klavierunterricht. Im Alter von zehn Jahren wurde er in den neu gegründeten Tempelchor der sephardischen Gemeinde aufgenommen und verdiente später als Korrepetitor und Orgelspieler in der Synagoge sein erstes Taschengeld. Mit dreizehn Jahren besuchte er das Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Drei Jahre später erhielt er ein Rubinstein-Stipendium von 1.000 Gulden pro Jahr. Obwohl er beim jährlichen Klavierwettbewerb des Konservatoriums mit den Händel-Variationen von Brahms die Goldmedaille sowie einen Flügel der Firma Bösendorfer gewann, strebte Zemlinsky keine Solokarriere an. Nach seinem Pianistendiplom 1890 blieb Zemlinsky weitere zwei Jahre als Kompositionsstudent am Konservatorium. 1891 komponierte er mit den Ländlichen Tänzen op. 1. sein erstes Werk, das bei dem Musikverleger Breitkopf & Härtel in Leipzig erschien. Noch während seiner Studienzeit knüpfte Zemlinsky zahlreiche wichtige Freundschaften. Auch der Eintritt in den Wiener Tonkünstlerverein öffnete Zemlinsky viele Türen. Hier lernte Zemlinsky auch Arnold Schönberg kennen, dem er Unterricht gab und in die Wiener Musikkreise einführte. Daraus entwickelte sich eine lebenslange Freundschaft. Mit seiner Oper Sarema, die zwischen 1893 und 1895 entstand, gewann Zemlinsky 1896 den Luitpoldpreis. Weitere wichtige Kompositionen waren unter anderem die Vier Balladen für Klavier (1893/94), eine Suite für Orchester und die 1897 komponierte Symphonie in B-Dur [Nr. 3], mit der er den Beethoven-Preis des Tonkünstlervereins gewann. 1901 heiratete seine Schwester Mathilde den Freund und Schüler Arnold Schönberg. 1900 lernte Zemlinsky die junge Alma Schindler kennen und wurde ihr Musiklehrer. Es entwickelte sich eine Liebschaft, die für Zemlinsky jedoch nicht glücklich endete. 1902 heiratete sie den 19 Jahre älteren Hofoperndirektor Gustav Mahler. Im Jahr 1900 wurde Zemlinsky Dirigent am Wiener Carl-Theater, 1903 wechselte er im September zum Theater an der Wien. Im September 1904 wurde Zemlinsky Musikdirektor am Kaiser-Jubiläums-Stadttheater, der späteren Volksoper. Von dort wechselte er an die Wiener Hofoper. 1911 folgte Zemlinsky dem Ruf des Neuen Deutschen Theaters in Prag als Musikdirektor. Mitte 1927 wechselte Zemlinsky an die Berliner Krolloper. Unter dem Eindruck des Nationalsozialismus übersiedelte Zemlinsky 1933 zurück nach Wien und 1938 in die USA. Sein Gesundheitszustand war jedoch durch die Ereignisse und die Umstände der Flucht stark angegriffen. Ihn befiel eine schwere Nervenkrankheit, er erlitt einen Nervenzusammenbruch und schließlich einen schweren Schlaganfall, an dessen Folgen er am 15. März 1942 starb.
»Alexander Zemlinsky: Biographie und Einspielungen«
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