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Interpreten: Aktuelle Infos

Interpreten

Kurt Sanderling 10. Todestag

dt. Dirigent

† 2011

18

September

vor 10 Jahren

in Berlin


Am 18. September 2021 jährt sich der Todestag des Dirigenten Kurt Sanderling zum zehnten Mal. Er gehörte zu den "großen Alten“, deren Wirken mehrere Generationen von Nachwuchsmusiker beeinflußt hat. Kurt Sanderling wurde am 19. September 1912 in Ostpreußen geboren und debütierte 1931 als Korreptitor an der Städtischen Oper Berlin. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten ging er in die Sowjetunion, wo er nach Engagements in Moskau und Charkow viele Jahre lang die Leningrader Philharmoniker leitete und am dortigen Konservatorium unterrichtete. 1960 kehrte er nach Ost-Berlin zurück und übernahme das damaliger Berliner Sinfonieorchester. Relativ spät begann seine internationale Karriere, die ihn zu den größten Orchestern in die USA, nach Japan und in alle wichtigen europäischen Metropolen führte. Neben eindrucksvollen Aufführungnen der Sinfonien von Bruckner, Mahler oder Schostakowitsch, war Kurt Sanderling stets an zeitgenössischer Musik interessiert und hat Werke von Siegfried Matthus, Ernst Hermann Meyer, Rudolf Wagner-Régeny und Dieter Zechlin uraufgeführt. Zu seinem 90. Geburtstag erschienen seine Memoiren unter dem Titel „Andere machten Geschichte, ich machte Musik“. Sein künstlerisches Vermächtnis liegt in zahlreichen Tondokumenten vor. Kurt Sanderling starb am 18.9.2011 in Berlin im Alter von 98 Jahren, einen Tag vor seinem 99. Geburtstag.

Die besten Besprechungen mit Kurt Sanderling

10.05.2006
»zur Besprechung«

 / Profil
/ Profil

02.04.2008
»zur Besprechung«

Rudolf Wagner-Régeny Stücke mit Orchester - Historische Aufnahmen / Hastedt
Rudolf Wagner-Régeny Stücke mit Orchester - Historische Aufnahmen / Hastedt

27.10.2004
»zur Besprechung«

 / naïve
/ naïve

»Kurt Sanderling: Biographie und Einspielungen«

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Anna Netrebko 50. Geburtstag

russische Sopranistin

* 1971

18

September

vor 50 Jahren

in Krasnodar


Die russische Opernsängerin Anna Netrebko legte 1995 eine nahezu beispiellose Blitzkarriere hin, die sie zur gefeiertsten Operndiva ihrer Zeit machte. Auch wenn der damalige plötzliche Hype um die Sängerin von zahlreichen Kritikern skeptisch bis negativ gesehen wurde, tat das ihrer Popularität und ihrem Erfolg keinen Abbruch. Den internationalen Durchbruch schaffte sie im Alter von 24 Jahren als Ludmilla in Glinkas Ruslan und Ludmila bei einem Gastspiel in San Francisco unter der Leitung von Valeri Gergijev. Sie wurde am 18. September 1971 in Krasnodar geboren und absolvierte ihre Gesangsausbildung am Rimski-Korsakow-Konservatorium in Sankt Petersburg. 1993 gewann sie den Glinka-Gesangswettbewerb in Moskau und erhielt daraufhin ein Engagement am Mariinski-Theater in Moskau. Nach ihrem dortigen Debüt als Susanna in Mozarts Le nozze di Figaro erhielt sie von Justus Frantz eine Einladung zum Schleswig-Holstein Musik Festival, wo sie am 6. August 1994 ihr Deutschland-Debüt gab. Daran anschließend sang sie eine Saison lang am Staatstheater Darmstadt, ehe besagtes Gastspiel in San Francisco sie zum Weltstar katapultierte. Sie wurde zu Gastspielen an den wichtigsten Opernhäusern der Welt eingeladen, u.a. an die Met und die Wiener Staatsoper, und trat ab 1998 regelmäßig bei den Salzburger Festspielen auf. Spätestens 2002 zählte sie zu den internationalen Top Ten der Opernwelt. 2004 erschien die DVD The Woman, The Voice. Auch wenn sie in diesem Video als eine Art Popstar der Opernszene erscheint, ist sie der Klassik treu geblieben und hat keine Crossover-Ausflüge unternommen. Bei den Salzburger Festspielen 2005 vermochte sie bei einer TV-Liveübetragung, die auch heute noch in Wiederholungen immer wieder Beachtung findet, in der Rolle der Violetta Valéry in Verdis La traviata neben Rolando Villazón und Thomas Hampson unter der Leitung von Carlo Rizzi ihr Publikum und alle Kritiker zu begeistern. Anlässlich des „Deutschen Sommermärchens“ gab Anna Netrebko zusammen mit Plácido Domingo und Rolando Villazón zwei Tage vor dem Finale der Fußball-Weltmeisterschaft am 7. Juli ein Konzert, das weltweit übertragen wurde und als das bis dahin meistgesehene Klassikkonzert gelten kann. Nachdem sich Anna Netrebko im Frühsommer 2007 von ihrem Lebensgefährten, dem italienischen Bariton Simone Alberghini, getrennt hatte, war sie von 2007 bis 2013 mit dem uruguayischen Bariton Erwin Schrott liiert. Schwangerschaft und Geburt eines Sohnes zwangen sie 2008 zu einer „Babypause“, von der sie am 14. Januar 2009 im Mariinski-Theater mit der Titelpartie in Donizettis Lucia di Lammermoor wieder auf die Bühne zurückkehrte. Am 29. Dezember 2015 heiratete sie schließlich den aserbaidschanischen Tenor Yusif Eyvazovin Wien, nachdem sie bereits am 10. Juli 2014 ihre Verlobung auf ihrer Facebook-Seite bekanntgegeben hatte. Bei einem weiteren medialen Großereignis am 12. Januar 2019 sang sie ebenfalls die Hauptrolle in Francesco Cileas Oper Adriana Lecouvreur an der New Yorker Met neben Piotr Peczalla: die Vorstellung wurde von rund 70 Ländern in Kinos in aller Welt übertragen. Im September 2020 infizierte sich Anna Netrebko mit Covid-19, konnte aber nach einer Woche Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen werden. Am 25. Juli 2006 erhielt die Sängerin auf Antrag die österreichische Staatsbürgerschaft, obwohl sie weder deutsch spricht noch dauerhaft in Österreich lebte. Anna Netrebko erhielt zahlreiche Ehrungen und Preise, darunter mehrfach den ECHO-Klassik als beste Sängerin, 2017 wurde ihr der Berufstitel Österreichische Kammersängerin verliehen, 2020 erhielt sie den Polar Music Prize. Anlässlich ihres 50. Geburtstages 2021 kann man der Künstlerin nur herzlich gratulieren und ihre weiterhin viel Erfolg und alles Gute wünschen.

»Anna Netrebko: Biographie und Einspielungen«

Alle Porträts im September

Uraufführungen im September

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