Anlässlich seines 100. Geburtstags ehrte die Musikwelt 2018 posthum den amerikanischen Cellisten Leonard Rose. Er wurde am 27. Juli 1918 in Washington als Sohn jüdischer aus Russland stammender Eltern geboren. Er studierte zunächste am Konservatorium von Miamia, ging dann nach New York und rundete seine Ausbildung von 1948 bis 1938 am Curtis Institute in Phialdelphia ab. 1938 erhielt er sein erstes Engagement als 2. Solist beim NBC Orchestra unter Arturo Toscanini. Von 1939 bis 1943 war er Solo-Cellist beim Cleveland Orchestra und schließlich von 1943 bis 1951 beim New York Philharmonic Orchestra. Bereits während dieser Zeit begann parallel auch seine Solistenkarriere. Ab 1950 betätigte sich Rose überwiegend als Solist und als Cellopartner in kleineren Ensembles. Mit dem Geiger Isaac Stern und dem Pianisten Eugene Istomin bildete er ein Trio, dessen Ruf bis heute legendär ist. Für seine Gesamtaufnahme der Klaviertrios von Beethoven erhielt das Trio 1971 den Grammy Award für die beste Kammermusik-Einspielung. Als Professor am Institute of Cleveland, am Curtis Institute (1936 bis 1963) und ab 1948 auch an der Juilliard School of Music in New York hatte er auch als Pädagoge weitreichenden Einfluss auf die nachfolgenden Cellisten-Generation. Zu seinen bekanntesten Schülern gehörten Lynn Harrell und Yo-Yo Ma. Leonard Rose starb am 16. November 1984 in White Plains/New York.
»Leonard Rose: Biographie und Einspielungen«
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