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Giovanni Croce

ital. Komponist

Biographie

Von den bedeutenden Komponisten der sogenannten „venezianischen Schule‟ (Adrian Willaert als deren „Begründer‟, Cipriano de Rore, Claudio Merulo, Andrea Gabrieli, Giovanni Gabriele, Claudio Monteverdi) ist Giovanni Croce einer der weniger bekannten. Er wurde 1557 in Chioggia geboren und von Gioseffo Zarlino, dem damaligen maestro di capella an San Marco, der ebenfalls aus Chioggia stammte, im Alter von acht Jahren nach Venedig in den Knabenchor am Markusdom geholt. Einzelheiten aus Croces Leben sind kaum überliefert. Er blieb nach der Knabenzeit an San Marco tätig, zunächst als Sänger, dann nach Zarlinos Tod (1590) neben Baldassare Donato als zweiter Kapellmeister. Nach Donatos Tod 1603 übernahm Croce die Leitung der Capella di San Marco. Die Qualität des Chores litt aber aufgrund des sich stetig verschlechternden Gesundheitszustands Croces. Er starb am 15. Mai 1609 – vor 410 Jahren – in Venedig. Sein Nachfolger war 1613 Claudio Monteverdi. Croce komponierte u.a. Madrigale, Kanzonetten, Motetten, Messen und Orgelmusik. Mit seinen Kanzonetten und Madrigalen beeinflusste er dabei vor allem die Musik der Niederlande und Englands. Eine besondere Wertschätzung genoss er bei Thomas Morley. Die Bekanntschaft mit John Dowland Mitte der 1590er Jahre, der ihn auch in Italien besuchte, förderte zusätzlich die Verbreitung der Werke Croces in England.

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