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[2017] Othmar Schoeck 70. Todestag

† 1957

8

März

vor 63 Jahren

in Zürich


Der Geburtstag des bedeutendsten Schweizer Liedkomponisten Othmar Schoeck jährte sich am 1. September 2016 bereits zum 130. Mal. 2017 ist im März seines 70. Todestages zu gedenken. Geboren wurde er in Brunnen, Kanton Schwyz, als Sohn eines Malers. Er erhielt schon früh Klavierunterricht und wurde am Konservatorium in Zürich ausgebildet. Nach Abschluss des Studiums besuchte er 1907/1907 die Meisterklasse für Komposition bei Max Reger in Leipzig. Anschließend ging er zurück nach Zürich, wo er als Chorleiter und Klavierbegleiter tätig war und wo er von 1917 an bis 1944 die Symphoniekonzerte des Konzertvereins St. Gallen in der Tonhalle leitete. Mit Liedern, Bühnen- und Chorwerken (Trommelschläge op. 26) machte er sich rasch als Komponist einen Namen. 1927 wurde sein Einakter Penthesilea op. 39 nach Heinrich von Kleist an der Dresdener Semperoper uraufgeführt, 1937 auch seine vieraktige Oper Massimilla Doni op. 50 unter der Leitung von Karl Böhm. Dietrich Fischer-Dieskau setzte sich während seiner gesamten Karriere stets für die Werke Othmar Schoecks ein und machte schon ab den 50er Jahren Aufnahmen von dessen wichtigsten Werken. Neben seinem Liedschaffen erlangten auch andere Werke Schoecks große Anerkennung, so die Sonate für Violine und Klavier op. 16, das Violinkonzert Quasi una fantasia op. 21, das Konzert für Violoncello und Streichorchester op. 61, das Hornkonzert op. 65 sowie die häufig gespielte Sommernacht op. 58 für Streichorchester. Schoeck war befreundet mit Hermann Hesse, mit dem er auch einen Briefwechsel führte, und mit dem Maler Franz Wiegele. 1925 heiratete er die deutsche Sängerin Hilde Bartscher (1898–1990), die zur wichtigsten Interpretin seiner Lieder wurde. 1928 verlieh ihm die Universität Zürich ein Ehrendoktorat, 1943 erhielt er den Musikpreis der Stadt Zürich, wo er auch seine letzten Lebensjahre verbrachte. 1944 erlitt Schoeck einen Herzinfarkt, der seine Tätigkeit als Dirigent und Klavierbegleiter beendete. Er starb 13 Jahre später, am 8. März 1957 in Zürich. Seit den 1980er-Jahren wuchs das Interesse an Schoecks Werken wieder zusehends, wie die sehr erfolgreichen Aufführungen seiner Oper Penthesilea in Basel (2007), Dresden (2008), Lübeck (2009), Frankfurt am Main (2011) und auch die zahlreichen Einspielungen des Notturno op. 47 zeigen.

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