Der amerikanische Komponsit John Corigliano feiert heute, am 16. Februar 2018, seinen 80. Geburtstag. Er wurde in New York geboren und stammt aus einer musikalischen Familie: Seine Mutter war Pianistin, sein Vater Konzertmeister des New York Philharmonic Orchestra. John studierte Musik an der Columbia University und an der Manhattan School of Music. Als Komponist zum erstenmal auf sich aufmerksam machen konnte Corigliano 1964: mit einer Sonate für Violine und Klavier gewann er den Kammermusikwettbewerb beim Spoleto-Festival in Italien. 1968 erhielt er ein Guggenheim Stipendium (Guggenheim Fellowship). Danach begann er eine Lehrtätigkeit an der Manhattan School of Music und am Lehman College. 1974 schrieb er seine erste Filmmusik für den Dokumentarfilm A Williamburg Sampler. Seine Musik zum Film Der Höllentrip (Altered States) wurde 1981 für den Oscar nominiert, die Musik zu dem Film Revolution wurde 1985 mit dem britischen Anthony Asquith Award ausgezeichnet. Für den Flötisten James Galway schrieb er 1982 das dritte Bläserkonzert (Pied Piper Fantasy). 1984 wurde er ordentlicher Professor am Lehman College und gab dafür 1986 seine Tätigkeit an der Manhattan School of Music auf. 1987 wurde Corigliano der erste Composer-in-Residence überhaupt für das Chicago Symphony Orchestra. Während dieser Zeit schrieb er seine erste Sinfonie im Gedenken an seine Freunde, die an AIDS gestorben waren. Für diese Komposition erhielt er 1991 den University of Louisville Grawemeyer Award for Music Composition und seinen ersten Grammy Award for Best Classical Contemporary Composition (1992). 1991 wurde Corigliano Fakultätsmitglied an der Juilliard School. Für sein Streichquartett, ein Auftragswerk des Lincoln Center für das Cleveland Quartet, erhielt er seinen zweiten Grammy Award for Best Contemporary Classical Composition. Seine einzige Oper, The Ghosts of Versailles, war ein Auftragswerk der Metropolitan Opera's zur 100-Jahrfeier des Opernhauses. Die Premiere war ein großer Erfolg und Corigliano wurde 1992 dafür mit den International Classic Music Awards Composition of the Year ausgezeichnet. 1999 erhielt er einen kanadischen Genie Award und einen Prix Jutra für die Filmmusik in Die rote Violine (The Red Violin), im darauf folgenden Jahr einen Oscar. 2001 erhielt er für seine zweite Sinfonie den Pulitzer-Preis für Musik. 2009 bekam er einen Grammy für Mr. Tambourine Man: Seven Poems of Bob Dylan. Die meisten Werke Coriglianos sind für Sinfonieorchester geschrieben, sein Gesamtopus enthält aber auch Werke für Bläser und Kammerensembles. Seine Werke wurden von den renommiertesten Orchestern, Solisten und Kammermusikern aufgeführt und eingespielt.
»John Corigliano: Biographie und Einspielungen«
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