Obwohl sein Œuvre nicht sonderlich umfangreich ist, gilt Frank Bridge als einer der bedeutendsten Komponisten Großbritanniens. Er wurde vor 140 Jahren am 26. Februar 1879 in Brighton geboren. Von 1899 bis 1903 studierte er am Royal College of Music in London u.a. bei Charles Stanford. Er spielte in mehreren Streichquartettformationen Viola – beispielsweise im English String Quartet – und begann seine Berufsmusikerkarriere als Probendirigent. Als ihm von Henry Wood immer häufiger die Leitung verschiedener Promenadenkonzerte übertragen wurde, wuchs seine Bekanntheit. Seit 1910 wirkte er in London als Opern- und Konzertdirigent, er trat auch als Gastdirigent in den USA auf. Daneben unterrichtete er auch. Sein prominentester Schüler war Benjamin Britten. Dessen Variationen für Streicher nach einem Thema von Frank Bridge (Nr. 2 aus Three Idylls for String Quartet 1906) fanden internationale Beachtung, die auch Frank Bridge selbst zugute kamen. Bridge schrieb hauptsächlich Kammermusik, aber auch einige groß angelegte Orchesterwerke sowie die Oper The Christmas Rose (1909-1929). Im Konzertrepertoire haben sich bis heute vor allem seine Tondichtungen Isabelle (1907), The Sea (1911), Summer (1914) und Enter Spring (1927) etabliert. Obwohl er selbst kein Organist war und auch keine besondere Beziehung zur Kirchenmusik Englands hatte, waren seine kurzen Orgelstücke diejenigen Werke, die am häufigsten gespielt wurden. Frank Bridge starb am 10. Januar 1941 in Eastbourne.
»Frank Bridge: Biographie und Einspielungen«
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